Als ich neulich gelangweilt durch diverse Instagram Storys wischte, ploppte nach einiger Zeit, wie so oft Werbung auf. Diesmal wurde mir Werbung des Photofinishers Saal Digital angezeigt: Ich könne im Gegenzug für einen Produkttest einen 50€ Gutschein für einen Acryl oder Alu Dibond Druck von Saal erhalten. Nachdem Ich meine persönlichen Daten in ein Kontaktformular eingegeben und mich durch diverse Datenschutzerklärungen geklickt hatte, erhielt ich eine Mail in der stand, man werde sich bei mir melden.

Am nächsten Morgen, einem Dienstag, öffnete Ich mein Postfach und fand eine Mail mit einem 50 € Gutscheincode für ein Wandbild von Saal Digital. Jetzt stellte sich mir lediglich noch die Frage, welches Bild Ich für meinen Test aussuchen würde. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für eine kürzlich in Düsseldorf aufgenommene Langzeitbelichtung des Rheins. Das besondere – darauf werde Ich später noch einmal zurückgreifen – an diesem Bild ist, dass es auf Kodak Portra 400 mit meiner Mamiya RB67 aufgenommen wurde. Normalerweise wäre hier für mich Schluss gewesen: Analog aufgenommene Bilder werden bei mir im Normalfall fachgerecht analog auf photographischem Papier vergrößert. Da mir aber das Motiv gut gefiel und ich die Charakteristiken des Alu Dibond Drucks mit Butlerfinish ausnutzen wollte, machte Ich eine Ausnahme.

 

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Scan des Mittelformatnegativs mit 6395 x 5453 Pixeln bei 300 dpi

 

Zum Upload des Bildes und zur Konfiguration meiner Bestellung nutzte Ich wie bei meinen anderen Bestellungen auch, die Upload Software von Saal Digital. Kurze Zeit später erhielt Ich eine Bestätigung per Mail, dass die Bestellung eingegangen sei. Zu meinem Erstaunen bekam Ich schon am nächsten Tag, dem Mittwoch eine weitere Mail: Die Versandbestätigung. Donnerstag Mittag klingelte dann der Postbote und brachte mir ein Paket von Saal Digital. Zeitlich unschlagbar.

 

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Der Print auf Alu Dibond mit Butlerfinish im Format 40×50 cm, aufgehängt an der mitgelieferten Standardaufhängung.

 

Der Print im Format 40×50 cm, macht auf den ersten Blick einen sehr wertigen und stabilen Eindruck und bringt die Farben gut zur Geltung. Wer allerdings auf differenzierte Lichterzeichnung Wert legt, dem sei angeraten, dass er beim klassischen chemischen Abzug oder bei anderen Druckverfahren bleibe. Das Butlerfinish zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass die hellsten Lichter nicht gedruckt werden, sondern dadurch zur Geltung kommen, dass sie als blankes, gebürstetes Aluminium dargestellt werden. Ein interessanter und optisch ansprechender Effekt.

Nun zum Haken dieses Effektes: Kleine Unsauberkeiten beim Ausflecken des Negativs potenzieren sich hier. Eine einzelne kleine übersehene Staubfluse an der falschen Stelle vermag es zwar nicht, den Print zu ruinieren, wohl aber in der Betrachtung des selbigen zu stören. Ich werde einmal ausprobieren, ob sich die Fluse mit herkömmlichen Printretuschefarben entfernen lässt.

Eine weitere Eigenschaft des Prints ist, dass er im Verhältnis zu zum Beispiel Fujifilm Professional DPII Lustre oder Silk sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist. Dies ist allerdings kein großes Problem, da sich der Alu Dibond Print hervorragend mit einem feuchten Baumwolltuch reinigen lässt wodurch die Fingerabdrücke entfernt werden können.

Der Print hat zudem eine durch das gebürstete Aluminium bedingte angenehm raue Struktur, die das auf den Print treffende Licht diffus reflektiert und somit einen wertig matten Glanz erzeugt.

 

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Die Struktur des Prints im Detail. Mit o.g. Staubfluse.

 

Zusammenfassend bin ich mit dem Print sehr zufrieden und kann Ihn guten Gewissens weiterempfehlen. Hierzu sei noch gesagt, dass Saal Digital mir den Print nicht ganz geschenkt hat: Der Print in seiner endgültigen Form hat 51,90 € zzgl. 5,95 € Versand gekostet. Damit habe ich letztendlich 7,85 € für den Print gezahlt – Ein Schnäppchen! Ich werde aber auch in Zukunft für ausgewählte Motive auf den Aludibond Print mit Butlerfinish zurückgreifen, da der Effekt einigen Bildern wirklich noch den letzten Schliff geben kann. Hierfür werde ich natürlich den vollen Preis zahlen, der zwar ordentlich, aber gerechtfertigt ist. Verglichen damit ist ein guter Handabzug im selben Format in Puncto Material und Zeitaufwand auch nicht billiger, dies gilt für Schwarzweisse Barytabzüge umso mehr.
Abschließend kann Ich noch empfehlen, den Print an einer Stelle aufzuhängen, an dem die Morgensonne ihn anstrahlen kann. Im weichen hellgelben Morgenlicht kommt das Butlerfinish auf angenehme Weise zur Geltung.

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